Trainingsverlauf und Trauer

„Das Training läuft wieder etwas besser. Nach der Grippe hat es jetzt wirklich laaaange gedauert, bis ich mich wieder halbwegs wohlgefühlt habe bei den Einheiten“

– kaum hatte ich das OBEN geschrieben, war die Wade gezerrt –

Trotz, oder gerade wegen der Zerrung der Wade, werde mich jetzt erstmal ein paar Wochen um meine Grundlage beim Radfahren kümmern, denn die ist wirklich unter aller sau. Intervalle und Laufen geht eh erstmal ein paar Tage nicht.

Kurz zur Zerrung: Ohne Sport, beim normalen gehen ist es passiert. Es hat dermaßen gerissen in der linken Wade, dass ich gedacht habe, da ist was durch. Ich konnte überhaupt nicht mehr auftreten. Schonung, Kytta, Tape und Kompressionsstrümpfe haben dafür gesorgt, dass es doch recht schnell besser wurde. Zumindest konnte ich wieder ganz gut gehen. Wird alles wieder gut 🙂

Zum Schwimmen: Das Schwimmen werde ich auf das notwendigste begrenzen, obwohl ich da am meisten Entwicklungspotenzial sehe. Aber wegen 1 – 2 Minuten auf 1500m werde ich es nicht übertreiben und mich lieber ums Radfahren und wenn ich komplett schmerzfrei bin, ums Laufen kümmern. Und das lang und schmutzig, nämlich crossig 😉 Mit dem Schwimmen kann ich mich wieder zur Freibadsaison beschäftigen. 

– es gibt einfach schlimmeres –

Wie unwichtig das ganze vorher geschriebene ist, hat man diese Woche wieder gesehen. Mario „Muschi“ Peters ist bei einem Arbeitsunfall gestorben. Der „pinke“ Kolumnist von den mtb-news.de. 

Ich habe ihn nur 3-4 mal gesprochen, war aber treuer Leser seiner Kolumne. Das geschreibe von ihm spiegelt auch seine Art wieder, denn ich habe kaum jemanden erlebt, der so genial lustig und unkompliziert mit allem umgegangen ist. 

R.I.P. MUSCHI, grüß meine verstorbene Frau Silke von mir und mach den Himmel pink.

In diesem Sinne denkt immer daran – Das Leben ist einfach zu kurz um sich über Hater, Neider und andere Arschlöcher zu ärgern. Vor allem ist es zu kurz um nicht richtig zu leben. Deshalb stresst euch nicht, lacht über fast alles, haltet euch nicht an ünnützem auf, nehmt euch selbst nicht zu ernst, sauft mal wieder wenn ihr mögt und hört nicht auf zu lieben.

so long  – euer Ralph –

 

Geht ja gut los …

… das Jahr 2018 -nicht-

Seit letzter Woche liege ich nun schon flach, so heftig wie noch nie in meinem Leben. Ich wusste gar nicht, dass ein grippaler Infekt einen so um hauen kann.

– krank sein ist kacke –

Mir tut einfach alles weh, ich bin teilweise regungslos und es schüttelt mich ständig durch. Zusätzlich machen mir ja auch schon die FRÜHBLÜHER zu schaffen.

Mein Doc hat mir gestern dann noch für 2 Wochen Sportverbot auferlegt. So wie ich mich eben fühle, brauch er sich darüber keine Sorgen zu machen. Ich bin froh, wenn ich zwischen Bett, Sofa und Toilette halbwegs schmerzfrei hin und her komme.

Schade, das Training lief gerade wieder recht gut und nun das. Irgendwie werde ich die Seuchenjahre einfach nicht los.

Was soll’s, werde ich mich mal wieder so richtig erholen und mit neuem Schwung danach durchstarten. Bin ich ja gewohnt 😉

so long   -Racing Ralle-

Einmal zurückschauen bitte …

… aber nicht mit Sportdaten, Leistungszahlen und so weiter und so fort. Ist doch eh komplett Uninteressant.

Bevor es losgeht, erstmal allen Lesern ein frohes neues Jahr!

Ich könnte ja mal mein Leben Revue passieren lassen, aber das, was ich mit meinen jetzt fast 51 Lenzen so erlebt und gemacht habe, würde den Rahmen hier sprengen 😉 Nein, es geht nur kurz zurück ins vergangene Jahr 2017. Was ist da so mit mir geschehen?! Sportlich und auch persönlich.

– es hat sich doch einiges geändert in mir –

Persönlich hat mich das Jahr 2017 sehr verändert, was natürlich auch Auswirkungen auf meinen Sport hatte.

Das Jahr startete Jahr gefühlt gut. Was es aber eigentlich schon nicht war, da mich die Schildrüsenunterfunktion im Griff hatte und mich über das erste 3/4 Jahr nicht wieder losgelassen hat. Bloß Anfang des Jahres habe ich den Leistungsverlust meines Körpers und meiner Mentalität halt nicht so bewusst wahrgenommen.

Es kamen so die ersten Rennen und es ging schon komisch los. Beim Crossduathlon in WOB war ich 4 Minuten langsamer als das Jahr zuvor. Ich hatte keine wirkliche Erklärung dafür. Und auch bei der WUIDSAUJAGD in Bayern hatte ich arge Probleme. Zusätzlich kam dann auch noch meine Allergie stärker als sonst, so dass ich 2 Wettkämpfe komplett wegließ.

heftigst kaputt bei der Jagd nach der Wuidsau

Dann zur LD bei André. Abbruch, da überhaupt keine Kraft für die Pedale da war 🙁 Zum Glück hatte ich zwischenzeitlich schon angefangen meinen DOC zu besuchen und meiner Schwäche auf den Grund zu gehen. B12, Eisen usw. alles i.O. Die Schilddrüse hatten wir gar nicht so sehr auf dem Schirm, war dann aber der Punkt der die kacke mit verursacht hat.

Ab zum Schilddrüsenspezialisten. Zur Unterfunktion kam dann noch ein Vit D Mangel und das Jahr war natürlich gelaufen. Zumindest bis zum Herbst, denn ab da haben die Hormone so langsam angeschlagen und es ging wieder voran und seit dem 01.11.2017 trainiere ich sogar wieder richtig -jippie-

Was aber hat das mit meiner Persönlichkeit zu tun?! Sehr viel!! Denn dadurch habe ich gelernt, dass der Sport zwar ein wichtiger, aber nur kleiner Teil meines Lebens und beim besten Willen nicht alles ist. Die Gesundheit, das Leben an sich, Glück, Freunde, Freude und Zufriedenheit sind einfach wichtiger. Ich war ja teilweise gar nicht weit weg von einem Burnout/Depression wie man so schön sagt. Sehr viel negatve Gedanken haben mich im Sommer umschwirrt. War schon beängstigend.

Cooper bei Vollmond

Zum Glück haben wir uns aber im Juni Cooper zugelegt und der hat mir sehr viel Ruhe und Zufriedenheit gegeben. Adriane, Paul und der Rest der Familie usw. natürlich auch, aber die Spaziergänge, das heranwachsen des Shepherd zu sehen und so weiter, waren schon beruhigend und klasse fürs Gemüt. Dann haben auch noch die Reisen nach Schweden/Dänemark ohne Wettbewerbsgedanken mir gezeigt, dass es wirklich ohne ginge. Das will ich aber nicht.

– es gab aber auch reichlich positives –

Ich kann jetzt auch viel resoluter sein und streiche alles und alle aus meinem Leben die mich stören. Das waren 2017 schon ein paar. Auch bin ich lange nicht mehr so präsent bei Facebook und so, weil es mir einfach zu unwichtig ist und auch zu viel wichtige Zeit vergeudet!! 

Alles in allem war es schon ein sehr komisches, aber auch sehr aufschlussreiches Jahr für mich. 

Jetzt freue ich mich auf ein sportliches Jahr 2018 mit vielen Reisen, viel Spaß mit Cooper und tollen Zeiten mit meinen Lieben.

so long und immer dran denken – nehmt nicht alles, erst recht nicht euch selbst, zu ernst.