DNF und doch zufrieden

JA, das geht auch.

DNF hört sich immer gleich so dramatisch und/oder versagend an, muss es aber nicht sein. Man kann auch aus einer „Niederlage“ viel positives ziehen. Es hat zwar  nun mal nicht bis ganz ins Ziel gereicht, aber trotzdem bin ich mit dem Xterra in Schorfheide richtig zufrieden.

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Samstag schon angereist und unser Headquarter auf dem Campingplatz Wolletzsee aufgebaut und gemütlich eingerichtet. Den Samstag habe ich dann mit Fahrradfahren und Ruhe verbracht. Gut gegessen und geschlafen, damit es am Sonntag keine Ausrede diesbezüglich geben kann 😉

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Konzentration vorm Rennen

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück, ging es nun an die Vorbereitung. Sachen rauslegen, noch einen finalen Check am Bike und dann bei guter Musik etwas zur Ruhe kommen. Danach dann Startunterlagen geholt, eingecheckt und Wechselplatz eingerichtet.

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Hier hat alles seine Ordnung

Und Zack, war es nur noch eine Stunde Zeit bis zum Start. Und auch die verging wie im Flug.

Machen wir es wie immer. Das Rennen aufgeteilt in seine 3(4) Disziplinen.

T1 – Schwimmen – Ansage war klar, NEOVERBOT.

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Mir war schon nach dem „warmschwimmen“ kalt 🙂

Nicht nur mir war es viel zu kalt. Sei es drum, es ging mit etwas Verzögerung mit einem Massenstart laufend ins Wasser. Mein 2. Massenstart war genauso bescheiden wie der 1. Tritte, Schläge, nach ca. 100m Brille vom Kopf gekickt. Danach auf den ersten 750m nur schleppend ins schwimmen gekommen.

landagng2Nach dem Landgang ging es dann etwas besser, war ja auch viel Platz 😉 Eigentlich war da auch nie sowas wie Rythmus im Schwimmstil und trotzdem bin ich wie in Berlin mit ca. 35min. aus dem Wasser. Das muss einfach verbessert werden.

T2 – Bike –

Der Wechsel war gut. Zumindest gab es keine merklichen Verzögerungen. Nur die Handschuhe gingen etwas beschissen an. Mit Trinkrucksack (werde ich nur noch benutzen) und vielen Gels ging es auf die 41km Radstrecke mit 700hm.

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Bei den Temperaturen wurde einem auf dem Kurs über Sand, Wurzeln und schönen Trails auf einem Kurs der 6 mal umrundet werden musste alles abverlangt. Ich kam aber gleichmäßig voran und holte doch einiges an verlorenen Plätzen wieder auf. Das baut auf alle Fälle auf für die nächsten Xterra.

T3 – Xrun

Beim Wechsel schon gemerkt, das die Hacken etwas weh getan haben, es war aber nichts zu sehen. Und statt mir sicherheitshalber Socken anzuziehen, bin ich rein in die Laufschuhe und los. Nach einem Kilometer war der Schmerz dann mehr als deutlich zu spüren. Nach 2km heftigst und nach 3km, bin ich dann zur Wechselzone gegangen.

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Nix ging mehr. Mir ist das Blut in die Schuhe gelaufen und die Wunden waren ständig voller Sand. Na gut, da habe ich mal ordentlich Lehrgeld bezahlt. Aber zwischenzeitlich gab es auch schon einige Tipps, wie sich sowas vermeiden lässt.

Und wieder mal großen Dank an Adriane für alles. Manchmal muss das für die Partner bestimmt ganz schön nervend sein.

Fazit nach meinem ersten richtigen Xterra:

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Wer denkt, dass „olympisch“ anstrengend ist, sollte KEINEN Xterra machen 😉 Die Distanzen sind zwar die gleichen, aber sonst ja nicht zu vergleichen. Nicht mal ein bisschen.

Alles richtig gemacht beim Radfahren und Wechsel. Die Sache mit Trinkrucksack ist Top!! Gleichzeitig sind im Brustbereich noch Gels verstaut, die leicht zu greifen sind.

Radfahren/Laufen nur noch mit Socken und Vaseline am Hacken.

Beim Schwimmstart muss ich härter werden und sonst weiter und immer weiter an der Technik arbeiten. Ziel gleich/kleiner 30min. auf 1500.

Jetzt heißt es vernünftig regenerieren und mich sehr gut auf den nächsten Xterra in Zeulenroda am 23.07. vorzubereiten.

Alles wird gut, wenn nicht sogar besser 🙂

so long – Ralph –

5 Gedanken zu “DNF und doch zufrieden

  1. Das hört sich richtig gut, auch wenn du zwischendrin abbrechen musstest. Dennoch gibt es ja einiges Positives und das mit dem Schwimmen bekommst du auch noch hin. Da bin ich mir sicher. Die Zeit ist nicht so schlecht und wenn du mehr Ruhe findest, die Brille drauf bleibt, etc. wirst du da auch direkt sparen.

    Das mit der Brille passiert mir bei so… (mhm) jedem Massenstart. Flutsch, runter ist sie. Aber irgendwann bekomme ich auch das hin.

    • In Berlin ist die Brille auf dem Kopf geblieben, dieses mal nicht. Beim nächsten Triathlon werde ich die Brille unter der Schwimmkappe tragen. Das funzt besser!

  2. Pingback: Xterra – Endlich im Ziel … |

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