Umstellung läuft …

… für die Gesundheit und für den Sport.

Da der letzte Post doch überraschend viel gelesen wurde und ich viele Kommentare und PM auf allen Kanälen hatte, werde ich das Thema – Hashimoto Thyreoiditis – also meine Krankheit und wie ich damit umgehe, öfter mit einbringen.

zur Zeit geht es mir richtig gut – fast keine Psychoattacken

Was aber genau habe ich schon geändert und was will ich noch ändern?!

  • Kein/kaum Gluten – 14 Tage
  • Keinen Alkohol seit 01.01.
  • Wenig Zucker – 14 Tage
  • Weniger Kaffee – 14 Tage
  • Mehr Nahrungsergänzungen (krankheitsbedingt)

Was genau kann ich jetzt nach genau 14 Tagen schon sagen:

  • besseres Allgemeinbefinden
  • selten Bauchschmerzen (eigentlich gar nicht mehr)
  • keine Blähungen mehr – hatte ich sonst ständig
  • besserer Schlaf
  • mehr Ausgeglichenheit
  • niedriger Blutdruck

Da das alles ja mal so richtig geil ist, werde ich einfach so weiter machen. Denn was funzt, sollte man nicht ändern. Das was ich aber noch ganz dringend geregelt machen will ist Meditation/Yoga. So weit bin ich aber irgendwie noch nicht. Aber auch das bekomme ich noch hin, denn mich ab und zu zu erden wäre schon wichtig.

Ich weiß aber auch, dass man nach 14 Tagen sich in keiner Weise sicher sein kann/sollte was die Veränderungen angeht. Dafür habe ich in den letzten Jahren einfach zu viel durch.

Glutenarm bis Glutenfrei muss jetzt sein – Arbeitsfrühstück –

auch der Sport wird besser

Das alles etwas besser ist merke ich aber auch beim Sport. Gut, ich mache es eben noch ohne Plan, zumindest erstmal bis ich mit dem Kortison für meine Polypen durch bin. Was genau merke ich aber.

  • ich habe mehr Luft
  • kaum noch Muskelschmerzen (zur Zeit)
  • niedrigerer Puls
  • bin fokussierter

PS: Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich auch mehrere Allergien habe. Dazu demnächst mal mehr.

das Training muss aber allgemein wieder besser werden

Training wird übrigens weiterhin von André vom Intro in Wolfsburg gesteuert.

Auch bei schlechtem Wetter wieder Spaß

Das Training werde ich ab Anfang März wieder so richtig ernst nehmen und nach Plan machen (mit dem Trainer so abgesprochen) Mich dann auch durch nix ablenken – oder aus der Spur bringen lassen. Nur eine Ausnahme gibt es – Hashimoto schlägt wieder etwas fester zu. Dann gibt es kurz Pause zum Durchatmen und Runterkommen, bevor es weiter geht. Ich hoffe das sich das „Gesamtpaket“ bei mir weiter positiv entwickelt. Alles wird gut 🙂

Da das ganze wirklich recht gut läuft und ich sogar ohne Hungern Gewicht verliere (14 Tage minus 2kg), erst recht am Bauch, mache ich daraus mal ne Challenge.

challenge – 90 Tage bis zur „Bauchfettfreiheit“ hehe 🙂

so long – Ralle

#hashimoto #sport

Reden wir mal drüber – Hashimoto Thyreoiditis

Eigentlich hatte ich nie vor darüber zu schreiben, oder auch sonst irgendwie damit Menschen auf den Nerv zu gehen. Aber da die Krankheit mich doch sehr beeinflusst und ich hoffe, mit der jetzt von mir offenen Art darüber zu berichten, Menschen helfen zu können die es ebenfalls betrifft, oder Menschen sich in den Symptomen wieder erkennen um sich darauf mal untersuchen zu lassen.

autoimmune Erkrankungen sind auf dem Vormarsch

Hashimoto Thyreoiditis ist kein japanischer Skispringer, nein es ist eine so genannte autoimmune Erkrankung und greift die Schilddrüse an. Hier könnt ihr auch einiges dazu lesen. klick hier

So, jetzt reden wir über mich und was die Krankheit mit mir anstellt.

ca. 10% haben es, aber max. 2% wissen es

Eigentlich weiß mein Umfeld wenig bis gar nicht darüber bescheid, dass ich diese Krankheit habe. Das zu „verheimlichen“ ist nicht so einfach bei den Symptomen die dabei auftreten, oder aufgetreten sind. Das sind und waren schon einige.

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Burnout/Depression, Gefühlsschwankungen, hoher Blutdruck, Panikattacken, leichtes frieren im Wechsel mit Schwitzen und was ich seit geraumer Zeit habe – Muskelschmerzen.

Das war zwar noch nicht alles was mich heimgesucht hat, aber es war das, was ich am meisten zu spüren bekommen habe.

kommt euch bloß nicht blöd vor wenn der Kopf spinnt

Wann hat das alles angefangen?! Eigentlich weiß ich das gar nicht genau. Ich hatte es 2011 noch auf die Silkes Tod (Ende 2010) zurückgeführt und nicht weiter beachtet. Dann aber zum Ende 2016 wurde ich immer veränderter. Ich habe das auch bemerkt, aber wiederum habe ich es immer versucht nicht nach außen zu zeigen und es mir selber nicht eingestehen wollen. Das ganze wurde aber immer schlimmer und so fingen die Untersuchungen an. Zum Glück habe ich einen guten Hausarzt der mich zum Spezialisten geschickt hatte, wo dann Hashimoto Thyreoiditis festgestellt wurde. Selbst da habe ich noch nicht viel an meinem Lebensstil geändert, was ein Fehler war und ist.

ist halt nur ne Unterfunktion – denkt man

Jetzt wo ich viel Stress auf der Arbeit hatte (ca.2 Jahre lang!!) und auch privat in der Familie habe (schwere Krankheit meiner Mama. Zwischen Schreiben am Freitag und der Veröffentlichung heute ist meine Mama leider verstorben) hat sich alles zugespitzt. Werte spielen verrückt, NNH völlig entzündet und ein Nervenkostüm wie ein Psycho. Fressattacken bei Süßigkeiten und kein Bock auf irgendwas.

positiv ist – ich soll viel Sport treiben

Was genau ändere ich jetzt als erstes: Alkohol weg, Zucker und Koffein reduzieren, Stress vermeiden und anfangen zu Meditieren um endlich mal komplett abzuschalten. Zusätzlich auf eine Glutenfreie (ja, das ist so) oder eben stark Glutenreduzierte Ernährung achten, natürlich viel Sport treiben und beobachten was sich bei mir verändert. Zum Glück soll ich sogar viel Sport treiben und mich sowieso viel Bewegen. Cooper wird es freuen 🙂

Ob ich den Sport weiterhin so ausübe wie zur Zeit, weiß ich noch nicht genau, also mit Trainer, Trainingsplan usw. Vielleicht mache ich da erstmal eine Pause und mache meinen Sport nach Lust und Laune, nicht nach Plan und fange erstmal meine Geister ein. Schauen wir mal was das Gespräch mit dem Trainer so ergibt.

Auch an den geplanten Wettkämpfen werde ich teilnehmen wenn es die Gesundheit und die freie Zeit zulassen.

Das alles wird jetzt nicht einfach umzusetzen, aber ich schaffe das, weil ich es will. Das hier zu schreiben war viel schwieriger für mich.

wichtige Anmerkung noch

Anmerkung – Nahrungsergänzungen wie Vitamin D, Selen, Eisen und ein paar mehr müssen sein und wirken auch gewaltig. Trotz allem kommt es aber immer wieder zu diesen Gefühlsschwankungen und mehr. Ganz wichtig: Hört nicht auf diese vielen Scharlatane die hier im Netz unterwegs sind und euch erzählen, dass das mit Vit D und anderen Nahrungsergänzungen heilbar ist – Bullshit – „ne Kiste Orangen und ne Ananas“ haben noch niemanden geheilt, nur positiv unterstützt 😉

Abschließend noch: Hört ganz genau in euch rein und klärt alles ab.

Besonderer Dank an Adriane, die mich seit ein paar Jahren so ertragen muss.

so long – Ralle –

NNH und mehr = Pause

NNH = Nasennebenhöhlen – für die, die es nicht wissen.

Naja, Pause wäre etwas übertrieben, aber ich gehe es die nächsten 4-5 Wochen noch ruhiger an was das Training betrifft.

für Cooper ist es die Hölle, denn ich habe noch mehr Zeit für ihn 🙂

Was sich über die letzte Zeit angedeutet hat, hat sich nun auch bestätigt. Ich habe BAUSTELLEN am Körper und im Gesicht 😉 Zum einen machen mir meine Nasennebenhöhlen mal wieder zu schaffen (2 OPs hatte ich schon) Zum anderen zickt der Organismus rum (Bauchspeicheldrüse?!) und meine Muskulatur im Gesäß und Oberschenkel schmerzt bei/nach langen Läufen (Hüftknick).

beim letzten mal schrieb ich noch es geht schleppend voran – eigentlich geht es fast gar nicht voran.

Das heißt jetzt für mich 4-5 Wochen ruhiger Aufbau bis zum ersten Wettkampf (sisu-Crossduathlon) in Berlin am 22.02., den ich aber mehr als Training sehe. Danach, oder vielleicht auch erst nach dem Xterra-German-Tour Auftakt im März, entscheide ich mich dann, ob ich in dieser Saison rein aufs MTB und fast „nur“ Training umswitche oder mit der Tri Saison weitermache. Denn ich habe keinen Bock wieder ein Jahr mit Schmerzen in der Muskulatur zu verbringen.

Was heißt das nun aber genau für das Training: Ich werde viele ruhige, kurze Läufe machen wo ich nur wert auf die Lauftechnik lege, sprich den Hüftknick weg- und die Fußstellung, mit Currex-Sohlen, vernünftig hinzubekommen. Zusätzlich gibt es sehr viel Stabitraining, mit Augenmerk auf meine Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur. Dann natürlich noch Massagen und Osteopathie.

Das Biken wird normal ausgeführt, so weit möglich. Denn das Biken funzt fast ohne Schmerz. Sagen wir mal so, beim Biken habe ich nur Probleme, wenn ich vorher lange oder viel gelaufen bin.

Das Schwimmen werde ich sofort wieder in Angriff nehmen, wenn meine Nebenhöhlen in Ordnung sind. Auch nur dann und auch nur 2 mal die Woche!! Wobei ich auch da die ruhigen und langen GA Einheiten machen werde und mich weniger, oder nur nebenbei um die Technik kümmere.

Die ganze Saison 2020 werde ich wohl zum Formaufbau nutzen und hoffe ich habe trotzdem viel Spaß dabei. Denn ohne Spaß ist alles NIX.

so long – euerarmerkranker- Ralle