NNH und mehr = Pause

NNH = Nasennebenhöhlen – für die, die es nicht wissen.

Naja, Pause wäre etwas übertrieben, aber ich gehe es die nächsten 4-5 Wochen noch ruhiger an was das Training betrifft.

für Cooper ist es die Hölle, denn ich habe noch mehr Zeit für ihn 🙂

Was sich über die letzte Zeit angedeutet hat, hat sich nun auch bestätigt. Ich habe BAUSTELLEN am Körper und im Gesicht 😉 Zum einen machen mir meine Nasennebenhöhlen mal wieder zu schaffen (2 OPs hatte ich schon) Zum anderen zickt der Organismus rum (Bauchspeicheldrüse?!) und meine Muskulatur im Gesäß und Oberschenkel schmerzt bei/nach langen Läufen (Hüftknick).

beim letzten mal schrieb ich noch es geht schleppend voran – eigentlich geht es fast gar nicht voran.

Das heißt jetzt für mich 4-5 Wochen ruhiger Aufbau bis zum ersten Wettkampf (sisu-Crossduathlon) in Berlin am 22.02., den ich aber mehr als Training sehe. Danach, oder vielleicht auch erst nach dem Xterra-German-Tour Auftakt im März, entscheide ich mich dann, ob ich in dieser Saison rein aufs MTB und fast „nur“ Training umswitche oder mit der Tri Saison weitermache. Denn ich habe keinen Bock wieder ein Jahr mit Schmerzen in der Muskulatur zu verbringen.

Was heißt das nun aber genau für das Training: Ich werde viele ruhige, kurze Läufe machen wo ich nur wert auf die Lauftechnik lege, sprich den Hüftknick weg- und die Fußstellung, mit Currex-Sohlen, vernünftig hinzubekommen. Zusätzlich gibt es sehr viel Stabitraining, mit Augenmerk auf meine Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur. Dann natürlich noch Massagen und Osteopathie.

Das Biken wird normal ausgeführt, so weit möglich. Denn das Biken funzt fast ohne Schmerz. Sagen wir mal so, beim Biken habe ich nur Probleme, wenn ich vorher lange oder viel gelaufen bin.

Das Schwimmen werde ich sofort wieder in Angriff nehmen, wenn meine Nebenhöhlen in Ordnung sind. Auch nur dann und auch nur 2 mal die Woche!! Wobei ich auch da die ruhigen und langen GA Einheiten machen werde und mich weniger, oder nur nebenbei um die Technik kümmere.

Die ganze Saison 2020 werde ich wohl zum Formaufbau nutzen und hoffe ich habe trotzdem viel Spaß dabei. Denn ohne Spaß ist alles NIX.

so long – euerarmerkranker- Ralle

Manchmal denke ich, …

… ich habe ne Macke. Nun gut, die habe ich sowieso 🙂 Aber die Frage ob ich ne Macke habe, stelle ich mir immer wieder vor/nach/bei Wettkämpfen. Nicht weil ich sie bekloppt finde, sondern weil ich teilweise unterwegs oder auch schon am Start zuviel denke. Denken ist ja nicht das schlechteste, aber es sollten halt die richtigen Gedanken sein.

Da ich ja eben viel Zeit habe, lese und recherchiere viel über die Psyche im Sport, denn da scheint mein wirklich größtes Problem zu liegen. Na gut, und beim Schwimmen *hehe*. Ich jedenfalls werde jetzt alles daran setzen das hinzubekommen. Übrigens ist das beim Tria- und Duathlon nicht so ausgeprägt.

anhang1

Aber was denke ich so: Läuft nicht gut heute; die anderen sind alle schneller; hör doch einfach auf mit dem Mist!! Dabei ist es meist ganz anders und ich sehe mich am Ende gar nicht so weit hinten. Nicht so einfach die Birne dahingehend zu lenken das es positiv wird, obwohl ich ja trotzdem Spaß habe. Komplett bekloppt oder?

Jetzt aber mal ein Beispiel: Bike4Peaks 2015. 1. und 2. Etappe: Motiviert im Vorfeld, am Start habe ich mir schon überlegt wie ich es „überstehe“ und ob es eine Möglichkeit gibt auszusteigen, wenn es zu schwer wird. Noch nicht mal gestartet und dann so ein Schwachsinn. Unterwegs geht es dann aber auch meist so weiter, was ich einfach nur schlecht abschalten kann.

Jetzt aber mal zur 3. Etappe der Bike4Peaks: Keine Lust, keinen Hunger und völlig unmotiviert am Start. Aber der Kopf denkt dann ganz anders. „Fahr erstmal los; mal sehen was geht, ist egal wann und wie, Hauptsache mit Spaß im Ziel“. Und siehe da, es läuft. Kopf ist auf „Scheiß egal“ getrimmt und ich fahre Uphills so schnell wie noch nie. Kann so viel wie noch nie überholen und bin gut drauf. Bis zum Sturz halt. Oder das noch krassere Beispiel. Elmsupertrail mit 25 Laufkilometern. Völlig unbedarft ran gegangen, wollte eigentlich unterwegs Kaffee trinken und Spaß haben. Spaß hatte ich auch, aber weil ich so gut und schnell gelaufen bin wie noch nie. Kein Zeit/Zielgedanken und es ging wie geschmiert.

Aber daran sieht man doch mal, was die Psyche so mit einem anstellt. Völlig balla eigentlich, denn man fährt das alles ja nicht um Geld zu verdienen, sondern um Spaß zu haben und Freunde zu treffen. Aber ich werde daran arbeiten, genauso wie an meinem Training. Schließlich will ich noch lange Spaß am Sport haben. Wenn ich dann sogar etwas Erfolg hätte, hätte ich keine Einwände 🙂

Übrigens war ich heute zum Röntgen und zum Arzt um das gebrochene CLAVICULA zu kontrollieren. Alles auf dem richtigen Weg. Also geht’s ab jetzt wieder langsam vorwärts.

so long  -euer Ralle-

Swim-Ride-Run — Team Prowell