MTB

Das Drama beim „Heavy 24“

Leider ist dieser Post nicht ganz so erfreulich, denn das 24h Rennen in Chemnitz bedeutet mein Saisonende. Ein schwerer Sturz gegen 21:40 in der schnellen Abfahrt mit 61,8 km/h hat das Rennen, die Saison und fast sogar mein Leben beendet.

Helm-heavy24

Viel Glück im Unglück kann man da nur sagen, denn nur der Helm hat mich gerettet. Die Verletzungen sind aber auch so recht heftig, so das ich noch einige Zeit damit zu tun haben werde. Durch meine Bewusstlosigkeit und dem damit verbundenen Filmriss kann ich mich an nix erinnern was den Unfall betrifft und weiß nur noch alles über die schmerzhafte, 4stündige Reinigungs- und Nähprozedur in der Notaufnahme im Klinikum Chemnitz, uiuiui 🙁

Das Rennen lief bis dahin aber mal richtig gut. Stefan und ich haben alles perfekt umsetzen können. Durch die ersten schnellen Runden haben wir uns bis zum jähen Ende bis auf Platz 3 vorarbeiten können. Es hätte wirklich ein Podestplatz sein können am ende. Shit happens.

wechsel

Jetzt versuche ich erstmal das ganze hier zu verarbeiten und die Schmerzen loszuwerden. Wie es im nächsten Jahr weitergeht mit mir kann ich noch nicht sagen, da dieses Erlebnis mich doch stark beschäftigt und ich eben soweit bin das ich meine „Das ist es nicht Wert so leichtfertig sein Leben aufs Spiel zu setzen“

rampe

Bei Monika Reker, die das WE mit uns verbrachte, lief es bis fast zum Schluss auch perfekt. Dann ist auch sie gestürzt und lag mit Schlüsselbein- und Rippenbruch im Krankenhaus nebenan. Von hieraus auch noch mal alles Gute weiterhin *Moonreker* 🙂

moonreker-ich

Bedanken möchte ich mich noch mal bei allen die dabei waren und erst recht bei denen die geholfen haben. Also danke an Stefan, Rafael, Peter, den Rettungskräften, den Unfallärzten, dem Klinikpersonal und meinen Bettnachbarn für die Versorgung mit Zigaretten 😉

Ganz lieben Dank natürlich an Adriane die sofort nach Chemnitz gekommen und bei mir geblieben ist. Liebe dich

22 Kommentare

  • Günter Sandmann

    Ralf, ich wünsch Dir gute Besserung!!!
    Ich hatte 2005 ein ähnliches Erlebniss, man denkt danach schon etwas anders über die ganze Sache und es bleibt schon ein paar Monate im Kopf aber danach ging es bei mir weiter und heute ist es eben ein Teil meiner Bike- Karriere
    Also Kopf hoch, wird schon wieder

  • bbbaschtl

    Sehr sehr schade, aber ich wünsche Dir, dass alle Verletzungen (körperlich und mental) schnell und folgenlos ausheilen und Du bald aufs Bike zurückfindest. 🙂

  • Marku

    Uff, so ein Dreck aber auch. Wünsch dir gute Besserung und das alles wieder verheilt. Alles alles Gute und lass den Kopf nicht hängen. Wird wieder!

  • Stefan

    Meine Meinung kennst du ja dazu, dann darf man gar nichts mehr machen. Das hat mit Leichtfertigkeit nix zu tun. Dann darfst du kein Auto, kein Motorrad fahren, keine Treppe runter gehen, eigentlich rein gar nichts machen.
    Es sollte so sein, wie leider so vieles im leben aber wie auch bei mir, der Kerl da oben will dich noch nicht haben. Genieße (wenn du wieder fit bist) das Leben bis du 90 bist in allen vollen Zügen und mit allen gefahren die einem täglich im leben begegnen.
    Je mehr du auf irgendwelchen Mist aufpasst, umso eher passiert etwas. Ich denke du weißt ja, dass ich das mehr als nur gut beurteilen kann.
    Jetzt werde erstmal wieder fit und dann sieht die Welt schon wieder anders aus.
    Und im Übrigen kannst du nicht aufhören denn ich will ja mit dir mal auf diesem dusseligen Podium stehen. 🙂

  • RaceRalph

    Treppensteigen, Autofahren usw. muss ich, Rennen fahren aber nicht unbedingt. Gib mir Zeit, denn eigentlich wollte auch ich unbedingt mal aufs Podium.

  • Martin

    Ralph, du bist lebendiger denn je! Vergiss das nicht! Mach eine (Zwangs-)Pause und geh es langsam wieder an. Meiner Meinung nach hat dich sowieso der Virus Rad und Ehrgeiz gepackt, so dass du früher oder später wieder auf dem Bock sitzen wirst/musst.
    Möglicherweise wirst du in Zukunft etwas defensiver fahren, was dich sicherlich ein paar Minuten kosten wird, aber eben ein Plus an Sicherheit und Leben bedeutet. So, und jetzt werde du erst einmal wieder gesund – Gute Besserung!

  • Grillo

    Hallo Ralph, sehr bewegender und nachdenklicher Bericht. Ich wünsche dir schnelle Genesung. Man kann ja auch ohne unbedingt Rennen zu fahren, Spaß am Mountainbiking haben. Wird schon wieder. Gruß Grillo

  • Jörg

    Hey Ralph,
    auch ich wünsche dir gute Besserung!
    Ich bin mir sicher mit ein wenig Ruhe und Abstand findest du wieder aufs Rad und hoffentlich auch wieder in den Rennzirkus zurück.
    Der Wunsch nach dem Podium ist dann sicher schnell erfüllt!
    sportliche Grüße
    Jörg aus Halle

  • theo

    hey ralph,mir ging es letztes jahr beim 24 stunden rennen ähnlich.ich war im alpecin mtb team und hab mir schon in der ersten runde,nach der treppenabfahrt,beim ausklicken das linke sprunggelenk gebrochen.hab seitdem 3 op`s und 2 reha`s hinter mir.arbeite jetzt seit 2 wochen wieder und hab auch schon mein erstes rennen in kirchzarten mit,für mich,erfolg absolviert.
    kann darum auch mitfühlen.
    wünsch dir gute besserung und alles wird wieder gut.
    gruss theo

  • Eric (Patentteam Rottluff)

    Gute Besserung Zeltplatznachbar! Lass dich davon nicht unterkriegen. Klar kommt na da erstmal ins grübeln, aber ehrlich gesagt wissen wir doch alle, dass diese Gefahr stets mitfährt.

    Grüße auch an Stefan und noch gute Besserung für Moni!

  • Maddin

    Du wirst Dir die Zeit nehmen, um alles zu verarbeiten und dann guckst Du einfach, ob die Lust auf Rennen wiederkommt oder auch nicht.
    Bis dahin wünsche ich Dir gute und schnelle Genesung und lass Dich fein von Adriane pflegen. 🙂

    @Stefan,
    ich bin schon der Meinung, das man mit dem Rennfahren höhere Risiken eingeht, als beim Treppensteigen. Und das Gefahrenpotential ist beim Bergabfahren mit 60 km/h auch objektiv höher, als bei anderen Tätigkeiten. Und ob es so etwas wie ein vorherbestimmtes Schicksal gibt, können wir ja mal an anderer Stelle diskutieren 😉

  • Biking Bear

    Hallo Ralph, die Dinge, die Dich mit dem „Biken“ verbinden sind eine Lebenseinstellung, die einen Menschen prägt und zu dem macht was er ist und die Werte gibt, für die man einsteht und kämpft. Du hast vielen von uns jetzt etwas voraus…Du hast viel Glück gehabt und eine Grenzerfahrung gemacht, die Dich mit Sicherheit in Zukunft im entscheidenden Moment schützt, weil Du die letzten 10% Risiko nicht mehr eingehst…Wer weiß, wofür es gut war…Gibt Dir Zeit…der Kopf wird nach den ersten Touren wieder frei…ganz bestimmt…

    Beste Grüße vom Harz…

    Heiko

  • Eddy

    Ach Du Schande!! Was für ein Schock! Ich drück Dir die Daumen, damit Du schnell wieder fit bist und diese schlimme Erlebnis verarbeiten und abschließen kannst. Alles Gute dafür!

  • rotscher

    Auch von meiner Seite ganz gute Besserung!!! Lass dir Zeit für irgendwelche Entscheide. Mit der Zeit kommt auch wieder die Freude, die Motivation und der Drang auf das Bike zu steigen. Mach’s gut!

  • Christian

    Ich denke, jeder muss für dich entscheiden welche Risiken man eingeht. Sich mit 60 km/h auf die Fresse zu legen ist natürlich das Risiko, dass man beim Rennen freiwillig eingeht. Das hat wenig mit den allgemeinen Gefahren zu tun, wie sie im Alltag vorkommen. Wenn ein Motorrad-Autofahrer mit 180 gegen den Baum fährt, tut er das ja auch auf eigene Gefahr, da er sich freiwillig über die Geschwindigkeitsbegrenzung hinweggesetzt hat. Mich würde so ein Sturz auch nachdenklich machen und auch ich würde nicht auf Teufel komm raus aufs Podium wollen. Wenn ich deshalb ein unkalkulierbares Risiko eingehen müsste, würde ich mich wahrscheinlich eher für den 5. Platz entscheiden.
    Autofahren, Treppensteigen und auch das Straßenüberqueren kann man leider nicht vermeiden, Rennen schon.
    Aber ich denke, mit genügend Abstand wird das schon wieder, wenn vielleicht ein bisschen vorsichtiger als bisher. Ride on….Christian

  • Jule

    Lieber Ralph, ich wünsche Dir eine schnelle Genesung!

    Die Zeit wird ihr bestes dazu tun – für die Verletzungen und natürlich auch für Kopf, Bauch und Herz. Sich mit dem Risiko und der Selbstverständlichkeit, wie leichtfertig wir manchmal mit dem Leben umgehen und wie unbewusst man manchmal so vor sich hinlebt, auseinanderzusetzen, klappt meistens nur wenn was schlimmes passiert ist. Aber so ist das nunmal. Ist ja auch menschlich.
    Mach Dir nur nicht zu viele Gedanken darüber und es sich einfach entwickeln – sonst wirste nur bekloppt!

    Am Ende sind bestimmt alle froh!
    Einen fröhlichen Gruß und eine schnelle Genesung für alle Baustellen! 🙂
    Jule

  • Spoony

    Zuerst einmal von Herzen gute Besserung, möge alles wieder heil werden. Behalte deine positive Einstellung und hoffentlich bist du bald wieder auf dem Fahrrad. Es müssen ja nicht immer Rennen sein.

  • Hillclimber

    Hallo Ralph,
    aus dem Ruhrpott wünsche ich dir die allerbesten Genesungswünsche.
    Ich möchte an dieser Stelle gar nicht ausdiskutieren, ob es gefährlicher ist Treppen hinab zu steigen oder mit dem Mountain Bike Rennen zu bestreiten. Gönn dir erstmal Ruhe. Kuriere deine Verletzungen ordentlich aus. Ich würde mir viel mehr Sorgen um dich machen, wenn du zu ehrgeizig an die Sache ran gehen würdest und schon jetzt voller Ungeduld mit den Hufen scharren würdest. Nach meinem Sturz bei der Eigerbike, als ich mir die Schulter und ein paar Rippen gebrochen habe, ging es mir mental ebenso wie dir. Fahr einen Gang zurück. Werde erstmal wieder gesund. Der Rest kommt von alleine.
    bis dahin
    Henning

  • Frank Borchert

    Hallo Ralph

    Haben von Deinem schweren Sturz gehöhrt und möchten Dir hiermit gute Besserung wünschen. Werde erstmal wieder
    Gesund um dann mit viel Ruhe und Geduld wieder aus Bike
    zu steigen.Wir wünschen Dir alles Gute und hoffen das wir uns bald mal wieder sehen.

    Frank und Ines

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