Four Peaks and one fracture

26. Juni 2015 5 Von RaceRalph

Alles war klasse bis zur 3. Etappe der Bike4Peaks, doch dann kam es dicke und das Saisonaus. Das ganze Training wieder mal für nix.

Erstmal zurück auf Start. Angereist am Dienstag bei strömenden Regen gestalteten den ersten Eindruck nicht gerade positiv. Ganz schnell die Planung des Campings über den Haufen geworfen und in Bad Kleinkirchheim ein Zimmer gesucht, was auch auf Anhieb geklappt hat. Schnell Zimmer bezogen und ab in die “City” zum Frühstücken. Danach zur Startnummernausgabe und Abends dann zur ersten Pastaparty und Briefing. Dort haben Adriane und ich auch noch Tobi und André getroffen, mit denen wir dann jede Pastaparty verbracht haben. Dann aber schnell ins Bett, denn am nächsten Morgen um Neun ging es los.

tobiandrePünktlich zum Start der 1. Etappe kam dann die Sonne raus, so das die ganze Etappe trocken geblieben ist 🙂 Es ging nach dem Start gleich mal Berg hoch und das 1000hm am Stück. Am Scheitelpunkt des ersten Berges wurde dann zum ersten Mal getragen, was genervt hat, denn man hätte es auch fahren können. Aber leider sind zu viele abgestiegen. Im nächsten Trail war es schon etwas besser und man konnte mehr fahren. Im Maxxis-Downhill war dann Spaß pur angesagt, aber auch da musste ich leider 2 mal runter vom Rad, wegen der vielen “Schieber” vor mir. Danach ging es durchs Tal, wieder laaaaange Berg hoch mit einer elendigen Tragepassage, die einem fast einen Kollaps beschert hätte. Danach noch leichte Trails und ab den Berg runter und ins Ziel.

nachetappe1Nach einem kurzen geselligen Pastapartyabend, ging es am nächsten Morgen um 9 wieder an den Start. Es stand die längste, aber auch die mit Höhenmeter geringste Etappe an, die uns dann nach Hermagor in die Karnischen Alpen führte. Sie hat Spaß gemacht, ging recht zügig vorbei und war alles in allem nicht sehr aufregend. Aber ich war richtig kaputt danach, da ich die ebene fast ganz alleine im Wind war. Adriane war schon mit dem T5 rüber und hat uns da ein Zimmer gesucht und auch gefunden. Genau neben der Klinik, was sich noch als “positiv” herausstellen sollte 😉 Abends ging es dann noch mit dem Shuttle nach Tröpolach zur Pastaparty, die mal wieder sehr spaßig war.

zielhermagor

hermagorpasta

Am Tag der 3. Etappe ging es mir so richtig schlecht nach dem Aufstehen. (Vorahnung?) Ich war müde, kraftlos und komplett unmotiviert. Dann habe ich mir gedacht, starte das Ding und du wirst sehen ob der Anstieg von 1300hm am Stück überhaupt klappt. Wenn nicht, umkehren und Schluss.

Aber erstaunlicherweise ging es von Höhenmeter zu Höhenmeter immer besser. Irgendwann bin ich dann an André ran gefahren und vorbeigezogen. Ich war begeistert von mir selbst und es ging wirklich richtig super bis bis nach oben. Nachdem das erste Stück von 1300hm geschafft war, ging es ständig auf und ab, kurz nach Italien rüber um dann in die Maxxis Enduro-Wertung der 3. Etappe einzusteigen. Der Einstieg war etwas bescheiden, dann wurde es aber besser, bis zum bitteren Ende meiner Fahrt.

trageAuf einer steilen Wiesenabfahrt ging es schnell voran, als ich aber Bremsen wollte, spürte ich NULL Wirkung am Hinterrad und griff reflexartig auch vorne rein. Kurz gerutscht, wollte ich mich eigentlich noch hinschmeißen um einem Sturz aus dem Weg zu gehen. Das wurde aber nix mehr, da ich in diesem Moment eine tiefe Bodenwelle erwischt habe und schlagartig mit samt Bike in die Luft geschleudert. Hart auf Schulter und Kopf (wieder mal hat der Helm schlimmeres verhindert) aufgeschlagen und ende. Gleich gespürt, dass das linke Schlüsselbein durch ist. Danach Krankenwagen, Krankenhaus und ab ins Hotel. Noch bis Sonntag geblieben und dann wieder nach Hause.

Was hat mich begeistert?! Die Hilfe vor Ort von Bikern, Helfern, Ärzten usw. Dafür nochmal danke, ihr seid klasse 🙂 Danke natürlich auch an Adriane, die diesen scheiß schon zum 2. Mal mitmachen musste.

Die Bike4Peaks ist ein geiles Event und jedem Biker zu empfehlen. Ich selbst werde wohl nicht mehr dort starten, da ich mich ab jetzt voll und ganz auf den Xterra/Triathlon vorbereiten werde und nächstes Jahr maximal noch Kurzrennen mit dem MTB fahren werde.

Jetzt werde ich mich noch ein paar Wochen schonen (müssen) um dann wieder voller Elan ins training einzusteigen 🙂

Swim-Ride-Run – Team Prowell